Die Geschichte der Nikolaikiche

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12.–13. Jahrhundert

1165
Beginn des Baus der Nikolaikirche im romanischen Stil nach Verleihung des Stadt- und Marktrechts an Leipzig

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1176
Offizielle Gründung als zweite Stadtkirche Leipzigs durch Markgraf Otto von Meißen

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1213
Übertragung der Kirche an das Thomaskloster durch Markgraf Dietrich

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12.–13. Jahrhundert

1452

Erste große Glocke Osanna gegossen.

1513 – 1525

Umbau zur dreischiffigen spätgotischen Hallenkirche; 1521 entsteht die Lutherkanzel.

1176

Weihe des spätgotischen Neubaus.

Mai 1539

Reformation in Leipzig beginnt durch Predigten von Justus Jonas d.Ä. und Martin Luther in der Nikolaikirche.

1555

Erhöhung des achteckigen Mittelturms durch Hieronymus Lotter.

1580, 1610, 1678

Weitere bauliche Arbeiten am Turm und der Kirche.

7. Februar 1723

Johann Sebastian Bach legt seine Kantoratsprobe in der Nikolaikirche ab.

7. April 1724

Uraufführung der Johannespassion in der Nikolaikirche.

1730 – 1734

Barocke Turmhaube durch Johann Michael Senckeisen; Turm erreicht eine Höhe von 75 Metern.

7. April 1724

Vollständige klassizistische Umgestaltung des Innenraums durch Dauthe (Urhütten‑Konzept).

1789–1791

Einbau der Trampeli‑Orgel.

1858/1862

Bau der romantischen Ladegast‑Orgel.

1901–1902

Letzte große bauliche Veränderungen an der Außenfassade (spätgotisches Erscheinungsbild bleibt).

1940

Thomanerchor zieht aus der Nikolaikirche in die Thomaskirche um.

4. Dezember 1943

Zerstörung der Johanniskirche; Gemeinde wird später Teil der Nikolaigemeinde.

1945

Beginn der Montagsgebete als Keimzelle der späteren Proteste.

Anfang 1980er

Beginn der Montagsgebete als Keimzelle der späteren Proteste.

Herbst 1989

Nikolaikirche wird zum Zentrum der Friedlichen Revolution; aus Montagsgebeten werden Massendemonstrationen mit bis zu 100.000 Menschen.

9. November 1989

Fall der Berliner Mauer (Kontextfolge der Leipziger Proteste).

3. Oktober 1990

Deutsche Wiedervereinigung.

1995

Frank Beyer veröffentlicht den Film Nikolaikirche über die Ereignisse von 1989.

1999

Errichtung der Friedenssäule (Nachbildung einer Dauthe‑Säule) auf dem Nikolaikirchhof.

2019

Abschluss des großen Glockenprojekts: neues Geläut mit acht Glocken.

2026

Nikolaigemeinde zählt rund 2600 Mitglieder.